Im Interview mit Patrik Pavlik von und mit der Redakteurin Marion Kramer:

Vielleicht wird´s eine Weltpremiere...

Die Kulturetage Erfurt ist ins neue Trainingsjahr gestartet

Die KulturEtage Erfurt ist seit sieben Jahren Anlaufpunkt für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, die aktiv kreativ sein möchten. Professionelle Pädagogen und Künstler leiten hier verschiedene Kurse und Workshops, je nach Altersklasse und Leistungsniveau. Wir sprachen mit dem Inhaber, Dipl. Tanzpädagoge und Choreograph Patrik Pavlik, über seinen Start ins neue Trainingsjahr nach längerer Krankheit.

Hallo Patrik, schön, dass Du wieder da bist. Wie geht es Dir?

Mir geht es gut, darüber bin ich sehr froh, denn das ist nicht selbstverständlich. Das musste ich im vergangenen Jahr lernen.

Du leitest nun wieder die Kurse?

Ja, das neue Trainingsjahr hat begonnen und ich bin wieder fit, schaffe meine 20 Kilometer Fahrrad, laufe, tanze… konditionell kein Problem. Das heißt, aktuell leite ich acht Kurse wöchentlich, neben den Aufgaben, die ich als Inhaber der Kulturetage zu erledigen habe. Mit einem Geschäftsführer an der Seite wäre es wesentlich komfortabler, aber den hatte ich leider nie.

Das wird die Kursteilnehmer freuen, obwohl es kaum Ausfall gab…

Richtig. Während meiner siebenmonatigen Krankheit sind die Kurse regulär weitergelaufen. Wirklich engagierte, tolle Kolleginnen und Kollegen haben mich professionell vertreten. Ihnen bin ich zu großem Dank verpflichtet. Im letzten Jahr ist wahnsinnig viel passiert, davon wissen selbst die wenigsten Mitglieder etwas. So wurde aufgedeckt, dass mich ein Mensch, dem ich blind vertraut habe, jahrelang massiv hintergangen und geschädigt hat, was dann zwangsläufig eine Strafanzeige wegen Betruges gegen diesen Menschen nach sich zog. Diese große menschliche Enttäuschung war nicht nur ein Thema der Kulturetage, sondern hat mich auch persönlich für eine Zeit fast ein wenig aus der Bahn geworfen und meine Gesundheit zusätzlich beeinträchtigt. Ja, es beschäftigt mich bis heute. Doch dank meiner Familie, vieler Freunde und Kollegen, die an meiner Seite standen, blicke ich nun wieder positiv in die Zukunft. Wie gesagt, das neue Trainingsjahr hat begonnen und ich befasse mich mit den schönen und wichtigen Aufgaben meines Berufes, wie zum Bespiel der künstlerischen Ausbildung unserer Talente.

Wird es Veränderungen geben?

Das Konzept der Kulturetage ist stimmig, die Kreativangebote sind vielfältig. Im Wesentlichen wird alles erhalten bleiben. Vielleicht ist diesem oder jenem Erfurter die Jubiläumsveranstaltung 2013 zum fünfjährigen Bestehen in der Alten Oper in Erinnerung, als die Aktiven die künstlerische Vielfalt unseres Angebotes erfolgreich vorstellten. Der Enthusiasmus ist nach wie vor groß und mit einer gehörigen Portion Idealismus dazu werden wir die Arbeit der Kulturetage noch lange fortsetzen.

Was ist konkret geplant?

Wir werden neue Projekte angehen. Beispielsweise soll es ein Kinder- und Jugendmusical geben. Mit entsprechender finanzieller Unterstützung, über die wir uns wahnsinnig freuen würden, könnte das sogar eine irre Weltpremiere werden…

Und was sind persönlich Deine nächsten Ziele?

Kunst inspiriert – das möchte ich transportieren, immer und immer wieder. Begegnungen, Trennungen, Spannungen, Emotionen und Lieben sind die Essenz künstlerischen Schaffens. Möglichst viele junge Menschen in diesen Prozess einbinden zu können, das würde mir gefallen, daran arbeite ich.

Für das Gespräch dankt: Marion Kramer.